Steinkorallen
Die Artenreichsten marinen Lebensräume setzen sich zum Hauptteil aus Korallenriffen die ständig Kalk abscheiden und somit die Riffe dieser Erde bilden.
Einige Inseln z.B. die Malediven, Bahamas, Bermudas sind durch das stetige wachsen unserer Steinkorallen entstanden.
Die meisten Steinkorallen besitzen eine Symbiose mit Zooxanthellen kleine einzellige Algen die aus der Gruppe der Dinoflagellaten kommen und für die Steinkorallen für die Ernährung sehr wichtig sind.
Steinkorallen leben fast ausnahmslos in den tropischen Meeren.
Systematik und wissenschaftlicher Name: Scleractinia
Unterreich- Vielzellige Tiere
Abteilung- Gewebetier
Stamm- Nesseltiere
Klasse- Blumentiere
Unterklasse- Hexacorallia
Ordnung- Steinkorallen
Wir unterscheiden unsere Steinkorallen durch LPS (Large Poly Scleractinia) und SPS (Small Poly Scleractinia).
Steinkorallen setzen sich meist aus Tausenden Einzelpolypen zusammen. Der Steinkorallenpolyp setzt sich aus zwei Zellschichten zusammen die sogenannte Aussenhaut dem Ektoderm und dem Entoderm das den Gastralraum umgibt, dazwischen die Mesogloea in dem sich frei bewegliche Zellen befinden die den Nährstofftransport innerhalb des Polypenkörpers übernehmen.
Ebenso besitzen Steinkorallen einen Gastralraum mit mindestens sechs Mesenterien oder Septen genannt Scheidenwände.Die Keimdrüsen des Polypens liegen bei den Mesenterien. Die Anzahl und der Aufbau der Septen sind die wichtigsten Merkmale in der Steinkorallensystematik.
Um seine Nahrung verdauen zu können hat der Polyp einen Gastralraum der durch Mund und Ausscheidungsöffnung immer mit dem Umgebungswasser Kontakt hat. Die Mundöffnung ist von sechs oder mehr Tentakeln mit Nesselzellen umgeben. Die Tentakel bilden einen oder mehrere Ringe.
Das Kalkskelett welches aus Aragonit besteht, beherbergt ein genaues Abbild der Struktur des Polypenkörpers. Die meisten Gattungen bestehen aus einem das Korallenskelett überziehendes Gewebe dem Coenenchym.
Die Polypen können einige Millimeter bis zu einem Zentimeter gross werden. Bei einigen grossplypigen Arten bis zu 50 cm Durchmesser die bis zu 25 cm langen Tentakeln haben.
Die Steinkorallen wachsen dadurch dass sich neue Polypen auf den alten bilden. Es kann sich aber auch eine Teilung ergeben bei der sich ein neuer Polyp am Rand der Basis entwickelt und sofort einen neuen Korallit bildet, ebenso kann sich die Mundscheibe teilen diese wird breiter und es entstehen zwei Mundöffnungen die schliesslich auseinander wandern dies solange bis der restliche Polyp sich vollständig geteilt hat.
Unsere Steinkorallen können die unterschiedlichsten Wuchsformen aufweisen, ast-, busch-, geweih-, tischförmig oder krustig. Andere wiederum können Hirnen Pilzen oder Seeanemonen ähneln.
Die meisten Steinkorallen ernähren sich durch ihre Zooxanthellen, Voraussetzung ist gutes Licht. In der Natur ernähren sie sich auch über den Planktonfang. Einige Steinkorallen besitzen keine Zooxanthellen und sind somit auf den Nahrungsfang angewiesen.
Viele Lebewesen in unseren Meeren sind auf Steinkorallen angewiesen da es sich bei den Steinkorallen um Ihren Lebensraum handelt. Sie bieten den Tieren Schutz vor Fressfeinden.
Steinkorallen und der Mensch: Durch die Versäuerung des Lebensraums Wasser werden unsere Steinkorallen vor ein grosses Problem gestellt sein. Drch das ansäuern des Wassers wird der PH-Wert sinken der die Skelettbildung verhindert.
